Österreichischer Fachhochschulrat
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Ordnungspolitische Rahmenbedingungen

Mit dem Inkrafttreten des Fachhochschul-Studiengesetzes (FHStG idgF) am 1.10.1993 wurde ein für den österreichischen Hochschulbereich innovatives Steuerungsmodell geschaffen, das optimale Rahmenbedingungen für den Auf- und Ausbau des österreichischen FH-Sektors bietet. Im Sinne der Schaffung einer institutionellen Autonomie der Hochschulen gegenüber dem Staat wurde dabei auch das Verhältnis Staat – Hochschule neu gestaltet.

Die dem Fachhochschul-Studiengesetz zugrundeliegenden bildungspolitischen Rahmenbedingungen zeichnen sich durch die folgenden Merkmale aus:

  • Abschied vom Monopol des Staates als Anbieter von Hochschulstudien und Erweiterung der Selbststeuerungskompetenzen der Insti­tutionen
  • Neuverteilung der Verfügungsrechte durch die privatrechtliche Organi­sa­tionsform der Erhalter sowie damit verbunden: Stärkung der Souveränität, Verantwortung und Flexibilität der Bildungsanbieter
  • Dezentralisierung der Entscheidungsbefugnisse, d.h. relevante Entscheidungen werden dort getroffen, wo das Ausmaß an Wissen und Informationen am höchsten ist
  • Reduzierung öffentlicher Aufgaben auf die externe Qualitätssicherung (FHR) sowie Finanzierung

Innerhalb der ordnungspolitischen Rahmenbedingungen erfolgt der Auf- und Ausbau des österreichischen FH-Sektors im Zusammenspiel von staatlich-behördlicher top-down Steuerung und privater bottom-up Initiative. Die Einrichtung fachhochschulischer Bildungsangebote findet nicht durch die Umwandlung bestehender Bildungs­einrichtungen, sondern durch die Akkreditierung neuer Studienangebote statt.

Weitere Informationen:
» Fachhochschul-Studiengesetzes 

 
     
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